Smartes Wohnen: So wird es sicher

Noch herrscht bei vielen Menschen Skepsis: Bleibt in einem digital vernetzten Haus wirklich alles Private innerhalb der eigenen vier Wände? Ein Spezialist für Schalterprogramme für ein modernes Zuhause verrät, worauf es ankommt 

Bei jeder Diskussion über die Vor- und Nachteile eines digital vernetzten Zuhauses geht es irgendwann um das große Aber. Denn natürlich bietet ein Smart Home mehr Komfort, bessere Energieeffizienz und höhere Sicherheit. Aber: Können Hacker nicht ganz leicht in das Haussystem eindringen, dessen Steuerung übernehmen und sich so Zugang zu sensiblen persönlichen Daten der Bewohner verschaffen?

Tatsächlich ist ein verlässlicher Schutz durchaus möglich, betont Christian Feltgen, Geschäftsführer des auf intelligente Systemlösungen für vernetzte Elektroinstallationstechnik spezialisierten Herstellers Gira. „Wir setzen bei unseren Geräten daher zunehmend auf eine voll verschlüsselte Datenübertragung.“ Allerdings reicht es nicht aus, sich nur auf die Smart-Home-Technologien zu konzentrieren. „Statt zum Beispiel für die vernetzten Geräte einzelne Sicherheitselemente zu installieren, ist ein gewerkeübergreifendes Sicherheitskonzept nötig. Dieses muss alle Netzwerkgeräte und Server im Haus im Blick haben, also den Gira HomeServer genauso wie den smarten Fernseher, das IP-Telefon oder den WLAN-Router.“

 

Europäischer Datenschutz

Weil das gesamte System nur so belastbar ist wie sein schwächstes Glied, empfiehlt Feltgen, Installation und Inbetriebnahme immer durch einen Fachmann mit nachgewiesenen Kompetenzen vornehmen zu lassen. Dieser sollte außerdem vertraglich zusichern, ordnungsgemäß mit sensiblen Daten seiner Kunden umzugehen. Für seine eigenen Fachpartner hält Gira dafür das Muster einer rechtssicheren Datenschutz- und Verschwiegenheitserklärung bereit.

Zusätzlich sorgt das seit 1905 im Bergischen Land produzierende Unternehmen mit vier Maßnahmen für Datenschutz und Datensicherheit.

1. Sicherheitsgarantie gemäß europäischem Datenschutz: Sämtliche Nutzerdaten werden von Gira verschlüsselt und liegen ausschließlich auf europäischen Servern, die dem europäischen Datenschutz unterliegen.  

2. Allein der Anwender bestimmt, ob und – wenn ja – welche Daten an den Hersteller weitergegeben werden. Der Nutzer kann die Kommunikation seiner Smart Home-Geräte mit den Portaldiensten jederzeit mit einfachen Mitteln deaktivieren. 

3. Smart-Home-Produkte von Gira können über das Internet mit ihrem Systemserver kommunizieren – sie müssen es aber nicht. Wenn Gira Produkte für ihre Verwendung keine Verbindung mit dem Internet benötigen, lassen sich alle lokalen Steuerungsfunktionen grundsätzlich auch ohne Portalzugang nutzen.

4. Sämtliche Sicherheitsupdates sind langfristig verfügbar. Gira verpflichtet sich, die Sicherheitsupdates für Smart-Home-Produkte von Gira mindestens fünf Jahre ab Auslieferung zum Download bereitzustellen. Darüber hinaus haben Kunden die Möglichkeit, erkannte Sicherheitslücken an Gira zu melden. Weitere Herstellerpflichten zum Beispiel nach dem Produktsicherheitsgesetz oder dem Produkthaftungsgesetz werden selbstverständlich ebenfalls erfüllt.